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Bühnenplansymbole & Legende erklärt

7 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 7. August 2026 · Neue Bands, Venue-Techniker, Tontechniker und Produktionsmanager

Visuelles Glossar zu Bühnenplansymbolen: Mikrofone, DI-Boxen, Monitor-Wedges, IEM-Packs, Schlagzeuge, Amps, Keyboards und Stromanschlüsse. Erfahre, was jedes Icon bedeutet und wie du jeden Bühnenplan schnell lesen kannst.

TL;DR — Bühnenplansymbole sind die Icons, die für jedes Mikrofon, jede DI-Box, jeden Monitor, jedes Instrument und jeden Stromanschluss auf einem Bühnenplan stehen. Da es keinen universellen Standard gibt, sollte jeder Bühnenplan eine kleine Legende enthalten – einen Schlüssel, der die Bedeutung jedes Icons erklärt. Dieses Glossar umfasst die Symbole, die du am häufigsten siehst, und zeigt dir, wie du jeden Bühnenplan schnell lesen kannst.

Warum Bühnenplansymbole wichtig sind

Ein Bühnenplan wird unter Zeitdruck gelesen. Zwischen Load-in und Einlass muss die lokale Crew Kabel verlegen, Monitor-Wedges platzieren, die Backline aufbauen und alle Kanäle patchen – oft für eine Band, die sie noch nie gesehen hat. In diesem Zeitfenster erledigen Icons die Hauptarbeit: Ein Dreieck in der Nähe des Sängers bedeutet „Monitor-Wedge hier“, eine „DI“-Box in der Nähe des Bassisten bedeutet „Line-Level-Eingang hier“.

Der Haken: Es gibt keinen universellen Standard für Bühnenplansymbole. Ein Monitor-Wedge kann auf einem Bühnenplan ein Dreieck sein, auf einem anderen ein kleiner Lautsprecher; Stromanschlüsse können als Blitz, Steckdose oder die Buchstaben „AC“ dargestellt werden. Deshalb sind zwei Dinge wichtiger als die Icons selbst:

  1. Eine konsistente Legende auf jedem Bühnenplan, damit ein Mikrofon immer ein Mikrofon bedeutet.
  2. Beschriftungen der Elemente – Kanalnummern und Namen, die jedes Icon mit der zugehörigen Kanalliste verknüpfen.

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Die gängigen Bühnenplansymbole (ein visuelles Glossar)

Dies sind die Icons, die du auf fast jedem funktionsfähigen Bühnenplan findest, gruppiert nach ihrer Funktion.

Raster mit Legendenkarten für Bühnenplansymbole Abb. 1 – Raster mit Legendenkarten für gängige Bühnenplansymbole.

Mikrofone

  • Gesangsmikrofon (kabelgebunden) – Ein kleiner Kreis mit Stiel oder ein stilisierter Mikrofonumriss. Ein stativmontiertes Mikrofon, das an die Snake angeschlossen ist.
  • Funkhandmikrofon – Gleicher Umriss, oft mit einem Antennendot oder der Kennzeichnung „TX“. Ausgang eines Funkempfängers.
  • Kondensatormikrofon – Manchmal mit der Kennzeichnung „48V“ oder „+48“ versehen, um auf Phantomspeisung hinzuweisen.
  • Ansteckmikrofon / Instrumentenmikrofon – Ein kleines Mikrofon, das an einem Drum-Rand oder einem Hornbecher befestigt ist.

DI-Boxen

Eine DI (Direct Injection, auch Direct Box) ist das Symbol, das du am häufigsten in der Nähe von Bass, akustischer Gitarre, Keyboards oder Laptop-Setups siehst. Sie wandelt ein Instrumentenpegel-Signal in ein Mikrofonpegel-Signal um, das das Mischpult verarbeiten kann. Das Icon ist fast immer ein kleines Quadrat mit der Beschriftung „DI“ – eine der wenigen wirklich standardisierten Konventionen bei Bühnenplänen. Varianten:

  • Passive DI – Keine Stromversorgung nötig (Bass, akustische Gitarre mit Tonabnehmer).
  • Aktive DI – Benötigt Strom, oft über Phantomspeisung oder einen Akku (einige Keyboards, Piezo-Tonabnehmer).
  • Stereo-DI – Zwei Kanäle, „DI L“ und „DI R“ (Keyboards, Laptop, DJ-Setup).

Monitore – Monitor-Wedges und IEMs

  • Monitor-Wedge (Bodenmonitor) – Meistens ein Dreieck, das auf den Performer zeigt; die Spitze zeigt zu dem Musiker, den er versorgt.
  • IEM-Bodypack – Ein kleines Rechteck mit der Beschriftung „IEM“ (manchmal ein Ohr-Icon). Der Musiker nutzt In-Ear-Monitoring und benötigt den passenden Senderkanal, keinen Monitor-Wedge.
  • Drum-Fill / Side-Fill – Ein größerer Monitor-Wedge oder Lautsprecher in der Nähe des Drum-Risers oder der Bühnenseite.

Zum Mischen oder Einbinden dieser Elemente in deinen Bühnenplan siehe Konfiguration von Monitormixen & IEMs.

Schlagzeug, Amps und Keyboards

  • Schlagzeug – Meistens ein zusammengesetztes Icon mit der Beschriftung „Drums“ oder „DK“, manchmal aufgeteilt in Kick, Snare, Toms, Hi-Hat, Becken und ein Overhead-Paar. Schlagzeugkanäle machen den Großteil deiner Eingangskanäle aus – ein kompaktes Kit kann 5 Kanäle haben, ein vollständig mikrofoniertes Kit 12 oder mehr.
  • Gitarren- / Bass-Amp – Ein rechteckiges Gehäuse, oft mit einem Amp-Head oben drauf, beschriftet mit „GTR“, „BASS“ oder „Keys“. Bass-Rigs werden in der Regel zusätzlich mit einer DI versehen, da die meisten Venues den Bass über DI parallel zu (oder statt) einem Boxenmikrofon abnehmen.
  • Keyboards – Eine flache Keyboard-Silhouette oder ein beschriftetes Rechteck, das oft an eine Stereo-DI (L/R) angeschlossen ist. Ein Laptop- oder Playback-Setup wird als kleiner Monitor dargestellt, der an eine Stereo-DI angeschlossen ist.

Stromanschlüsse

Bei Stromanschlüssen variieren die Symbole am stärksten. Achte auf einen Blitz, ein Steckdosen-Icon oder die Buchstaben „AC“ / „POW“. Gute Bühnenpläne vermerken, wie viele Anschlüsse es gibt und welche Geräte sie versorgen – die Backline benötigt in der Regel einen eigenen Stromkreis, getrennt von der Audiotechnik.

Performer-Markierungen und Bühnendirektionen

Personen werden als einfache Kreise oder Ovale dargestellt, beschriftet nach ihrer Rolle – „Vox“, „Gtr“, „Bass“, „Drums“, „Keys“. Best Practice (die in der gesamten Live-Sound-Community empfohlen wird) ist es, karikaturhafte Zeichnungen von Personen zu vermeiden – sie erzeugen unnötigen visuellen Lärm und sind schlecht lesbar, wenn der Bühnenplan auf PDF-Größe verkleinert wird.

Jeder Bühnenplan sollte außerdem Bühn links / Bühn rechts aus Sicht des Performers sowie den Publikumsrichtungs-Pfeil markieren. Dies sind keine Gerätesymbole, aber sie verankern die Legende – ohne sie sind links und rechts mehrdeutig. (Vollständige Erklärung → Bühn links vs. Bühn rechts.)

Wie du einen Bühnenplan liest

Sobald du die Symbole verstanden hast, ist das Lesen eines Bühnenplans ein vierstufiger Scan:

  1. Finde die Orientierung – Bühn links/rechts und der Publikumspfeil zeigen dir, in welche Richtung du schaust.
  2. Lokalisieren die Performer – Jede Markierung setzt deine Referenzpunkte.
  3. Gehe die Eingänge durch – Schau von jedem Performer nach außen zu seinen Mikrofonen, DIs und Amps; jedes Element ist einem Kanal auf der Kanalliste zugeordnet.
  4. Prüfe Monitore und Strom – Notiere, wo Monitor-Wedges, IEM-Packs und Stromanschlüsse platziert sind.

Der Bühnenplan sagt dir, wo sich was befindet; die Kanalliste sagt dir, was jeder Kanal ist und wie er gepatcht ist. Kanalnummern auf dem Bühnenplan sollten mit den Kanalzeilen in der Tabelle übereinstimmen.

Warum eine konsistente Legende sich lohnt

Wenn das gleiche Icon überall die gleiche Bedeutung hat, muss ein Techniker deinen Bühnenplan nicht entziffern – er kann ihn einfach lesen. Das ist der Unterschied zwischen einem reibungslosen Umbau und einem chaotischen. Deshalb verwendet Techrider.live eine kontrollierte, konsistente Icon-Bibliothek: Jedes Element – Mikrofon, DI, Monitor-Wedge, Schlagzeug, Amp, Stromanschluss – stammt aus einem kanonischen Satz, also sieht ein Mikrofon auf jedem von dir exportierten Bühnenplan immer gleich aus. Diese Bibliothek ist zudem synchron mit deiner Kanalliste und deinen Monitormixen – änderst du ein Element auf dem Bühnenplan, wird der zugehörige Kanal automatisch aktualisiert, also weichen deine Symbole und die Kanaltabelle nie voneinander ab.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeuten Bühnenplansymbole? Icons, die jedes Gerät und jeden Performer auf der Bühne darstellen – Mikrofone, DI-Boxen, Monitore, Instrumente, Amps und Stromanschlüsse. Da es keinen universellen Standard gibt, sollte jeder Bühnenplan eine Legende enthalten.

Was bedeutet „DI“ auf einem Bühnenplan? DI steht für Direct Injection (auch Direct Box). Sie wandelt ein Instrumentenpegel-Signal (Bass, akustische Gitarre, Keyboards, Laptop) in ein Mikrofonpegel-Signal um, das das Mischpult verarbeiten kann. Auf einem Bühnenplan ist es in der Regel ein kleines Quadrat mit der Beschriftung „DI“.

Wie lese ich einen Bühnenplan? Finde zuerst die Orientierung (Bühn links/rechts und Publikumsrichtung), dann die Performer, dann die Eingänge um jeden Performer herum und zuletzt die Monitore und den Strom. Ordne die Symbole mithilfe der Kanalnummern deiner Kanalliste zu. (Siehe Wie du einen Bühnenplan erstellst →)

Gibt es einen Standard für Bühnenplansymbole? Keinen einzigen universellen. Einige sind relativ konsistent (DI als beschriftetes Quadrat, ein Monitor-Wedge als Dreieck), aber die meisten variieren je nach Tool. Die Lösung: Füge eine Legende hinzu und beschrifte die Elemente mit Kanalnummern.

Was ist eine Bühnenplanlegende? Ein kleiner Schlüssel – in der Regel in einer Ecke des Bühnenplans – der die Bedeutung jedes Symbols erklärt. Er wird von Technikern verwendet, um deinen Bühnenplan schnell beim Load-in zu entschlüsseln.

Was kommt als Nächstes

Weiterführende Literatur


Zuletzt aktualisiert: 2026-07-07 · Überprüft vom Techrider.live-Team · Getestet mit echten Bühnenplänen von Festivals und Clubs.

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